Ausstellung Bilder und Eisenskulpturen


„Sein Blick ist vom vorübergehen der Stäbe                                                                                                                                                            so müd‘ geworden, dass er nichts mehr hält.                                                                             Ihm ist,  als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.“

Rilke beschreibt so den Blick des gefangenen Panthers im Jardin de Plantes,

die Bilder von Margrit Schneider laden unter dem Titel traverser ein, sich auf den Weg zu machen, vorsichtig vorbei an den Barrieren, die die Sicht verstellen, suchend die dünnen Ölschichten zu durchdringen, wohl wissend, dass man in jede Ebene eintauchen muss, die vorhergehende hinter sich lassend um irgendwann an die Kante zu gelangen wo es keine Welt mehr gibt und die eigene Welt offen da liegt, unverstellt.

Die kleinen Fotografien, als pas vu  vereint, sind Bonbons an die Alltagswelt, den blinden Fleck im großen Ganzen nicht zu verbannen, und manchmal schmunzelnd eine Linie zu entdecken.

Verwandlung von Stäben des Gefangenseins in solche von Weiterung des Blicks über Gitter hinaus, zu je eigener Anmutung und Perspektive. Dies ist das Angebot der Eisenskulpturen von Hans-Peter Hansen aus Köln zu dieser gemeinsamen Ausstellung.

Published in: on 2010 at 01:05  Kommentar verfassen  

The URI to TrackBack this entry is: https://perin.wordpress.com/2010/05/19/ausstellung-bilder-und-eisenskulpturen/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: